75 Jahre Schützenverein Frotheim - Vereinschronik 1928 bis 2003
Im Frühjahr 1928 kam den jungen Zigarrenmachern in den Filialen der Frotheimer Zigarrenfabrik der Gedanke, einen Schützenverein zu gründen.
Die damaligen Gründungsmitglieder Fritz Pott (Hs.-Nr. 213), Wilhelm Bösch, Karl Uffelmann, Fritz Schlottmann, Heinrich Horstmeier, Fritz Brammeier, Ferdinant Finke, Heinrich Büttemeier, Fritz Pott (Hs.-Nr. 146), Heinrich Böschemeier, Wilhelm Horstmeier, Fritz v.d. Ahe, Wilhelm Grauenkamp, Heinrich Brammeier, Fritz Bollmeier, Wilhelm Blase, Friedrich Bünemann, Karl Neuhaus, Wilhelm Döding, Friedrich Brandhorst, Heinrich Thieker, Karl Steinmann, Heinrich Peper, Anton Spilker, Wilhelm Pott (Hs.-Nr. 322), Fritz Rosemuck, Wilhelm Brandt, Willi Pott, Heinrich Hussmann, Wilhelm Pott (Hs-Nr. 130), Fritz Blase und Heinrich v. Behren beriefen dann auch am 15. Aug. 1928 die erste Generalversammlung ein, welche bei Uffelmann stattfand.
Fritz Pott (Hs.-Nr. 243) wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er führte dieses Amt von 1928 – 1932 aus. Ihm folgten Wilhelm Bösch von 1932-1951, Fritz v. Behren von 1951-1962, Heinrich Wilke von 1962-1971, Wilhelm Schlottmann von 1971-1972, Helmuth Voss von 1972-1980, Hermann Blase von 1980-1983, Reinhard Mattlage von 1983-1985, Heinrich Steinmann von 1985-1987. Seit 1987 leitet nun Heinrich Bergsieker als 1. Vorsitzender die Geschicke des Vereins.
Bereits im ersten Jahr konnte der neue Verein 62 Mitglieder zählen.
Der erste Schießstand bei „Colen Rüter“ – heute Sander – wurde eingeweiht. Im Herbst des Gründungsjahres wurde auch schon ein Spielmannszug ins Leben gerufen.
Das erste Königschießen fand im Sommer 1929 statt. Erster Schützenkönig des jungen Vereins wurde Fritz Pott (Hs-Nr. 213). Anschließend wurde jährlich ein neuer König ausgeschossen.
Im Jahre 1931 wurde die Vereinsfahne angeschafft. Die Fahnenweihe erfolgte anlässlich des Schützenfestes 1931. Erster Fahnenträger war der Schützenkamerad Fritz Bösch.
Die wohl längste Zeit als König hatte Wilhelm Bösch inne. Er errang die Königswürde 1939 und behielt sie aufgrund des Krieges bis 1949, also 10 Jahre. (die Vereinstätigkeit ruhte in den Jahren 1940-1948) Er war es auch, der dem Verein nach Ende des Krieges neues Leben einhauchte. Es musste zwar mit einer Armbrust, welche noch heute ihren Ehrenplatz im Vereinsheim hat, die Königswürde errungen werden, doch die Tradition des Schützenvereins wurde aufrecht erhalten.
Vom ersten König bis heute ist jeder König in die Geschichte des Vereins eingegangen. Die Königsorden an der Königskette geben darüber Auskunft.
Seit 1963 schießen die Schützen anlässlich des Königschießens auf einen Holzadler, ein mitunter zeitaufwendiges Unterfangen.
Bis 1984 war der Adlerstand unter „Rüters Eichen“ zu finden. Dann wurde er ins Ortszentrum am Feuerwehrgerätehaus verlegt.
Unter Leitung von Theodor Holm nahmen die Schützen des Vereins ab 1969 an Schießwettbewerben teil. – Im Jubiläumsjahr 2003 konnten, unter Leitung von Sportleiter Erich Holm, 19 Mannschaften zu Wettkämpen auf Kreis- und Bezirksebene gemeldet werden.
Von 1972 bis 1992 wurde der Schießsport auf dem Schießstand der Gaststätte „Birkenhof“ ausgeübt.
Brigitte Roloff errang 1973 die Würde der Kreiskönigin. Heinrich Bergsieker, Vorsitzender des Schützenvereins Frotheim, gelang dieses Kunststück im Jahre 2000.
Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte war sicherlich der Bau des eigenen Schießstandes neben dem neuen Sportplatz in Frotheim. Der Bauantrag wurde 1993 eingereicht, nachdem der bisherige Vereinswirt die Zusammenarbeit im Juni 1992 mit dem Schützenverein gekündigt hatte. Die Genehmigung hierfür wurde im August 1994 erteilt. Noch im gleichen Monat erfolgte der erste Spatenstich.
Nach nur 15 Monaten Bauzeit hatten die Schützinnen und Schützen in Eigenleistung den Schießstand fertig gestellt. Im März 1996 wurde das neue Domizil offiziell eingeweiht.
Die Schießsportleiterinnen und Schießsportleiter können seitdem den Sportschützinnen und Sportschützen, gerade auch im Jugendbereich, eine optimale Ausbildung geben, was sich auch an den tollen Ergebnissen bei den absolvierten Wettkämpfen erkennen lässt.
Durch eine vom Vorstand und den Schießsportleitern unterstützte Jugend- und Traditionsarbeit zählt der Verein zur Zeit 275 Mitglieder.
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